{"id":1228,"date":"2019-04-08T08:38:39","date_gmt":"2019-04-08T06:38:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/?p=1228"},"modified":"2019-04-08T08:38:39","modified_gmt":"2019-04-08T06:38:39","slug":"aktionsteam-besucht-elternhaus-in-goettingen-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/aktionsteam-besucht-elternhaus-in-goettingen-2019\/","title":{"rendered":"Aktionsteam besucht Elternhaus in G\u00f6ttingen 2019"},"content":{"rendered":"<h2>Elternhausbesuch &#8211; informativ &#8211; spannend &#8211; bewegend<\/h2>\n<p>Das Aktionsteam f\u00fcr das Elternhaus G\u00f6ttingen freut sich \u00fcber neue Teammitglieder. Die <em>Neulinge<\/em> sollen und wollen das Elternhaus kennenlernen. Auch den B\u00e4ckerinnen wird regelm\u00e4\u00dfig die Teilnahme an einem Elternhausbesuch angeboten. Am 02.04. nahmen 3 B\u00e4ckerinnen und 5 Teammitglieder die Gelegenheit zum Elternhausbesuch wahr. Um 17.00 Uhr startete die Gruppe in Goslar und wurde gut eine Stunde sp\u00e4ter von Herr Gericke, einem Gr\u00fcndungsmitglied des Elternhilfevereins, empfangen. Die Besucherinnen brachten eine Duplo-Eisenbahn, zwei Spiele und eine Spieluhr f\u00fcr das Spielzimmer mit. Die Spielsachen wurden dem Aktionsteam schon im Dezember f\u00fcr die Kinder \u00fcbergeben, die Weitergabe war erst heute m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Herr Gericke berichtete gleich vor dem Haus von der Notwendigkeit eines Elternhausbaus vor 31 Jahren, von dem holprigen Beginn der Spendensammlung, den neuen Ideen der Weiterentwicklung.<br \/>\nAls dann die Unterst\u00fctzung durch die Presse und auch Politik erfolgte, konnten alle Aufgaben bew\u00e4ltigt und das Elternhaus gebaut werden.<\/p>\n<p>Der Elternhilfeverein wurde von Eltern krebskranker Kinder gegr\u00fcndet, damit ein Elternhaus gebaut werden konnte. Das Elternhaus stand von Anfang an Familien aller schwer erkrankter Kinder zur Verf\u00fcgung. Heute sind es ca. 25 % Eltern mit Fr\u00fchgeborenen, ca. 25 % Familien mit herzkranken Kindern und 25 % Familien krebskranker Kinder und die restlichen 25 % Familien von Kindern mit unterschiedlich lebensbedrohlichen Erkrankungen.<\/p>\n<p>Vor dem Elternhaus hatten die Besucherinnen einen guten Blick auf die Kinderklinik und die 0nkologische Kinderstation in Sichtachse zum Haus. War bei der ersten Planung ein Elternhaus direkt auf dem Klinikgel\u00e4nde im Gespr\u00e4ch, sind heute alle froh \u00fcber das gro\u00dfe Grundst\u00fcck auf der anderen Stra\u00dfenseite. F\u00fcr die Eltern bedeuten dieser kleine Weg und das andere Geb\u00e4ude etwas Abstand und auch Erholung.<\/p>\n<p>Der Rundgang durch das Haus begann im Kinderzimmer, einem Kleinod der Architektur. Beim Betreten sieht man sofort einen kleinen Erker, aus Holz und Glas direkt in die Natur hinein gebaut. Kinder, die nicht drau\u00dfen spielen d\u00fcrfen, haben hier das Gef\u00fchl doch drau\u00dfen zu sein. Das Zimmer ist zum Geb\u00e4udeinnern hin besonders hochgezogen. Die Schr\u00e4ge, auch mit Holz ausgestattet, hat in der unteren Ebene gro\u00dfe Fenster eine Ebene h\u00f6her schmale Fenster. So entsteht ein Eindruck von Geborgenheit, aber auch Weite in den Himmel hinein. Die Regale, W\u00e4nde und auch die Spielempore, sowie Puppenhaus und andere Spielzeuge sind aus Holz. Man kommt in den Raum und f\u00fchlt sich einfach nur wohl und geborgen. So wird es die Architektin sicher auch gewollt haben.<br \/>\nNur wird es diese wundervollen Spielzimmer bald nicht mehr geben.<\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre haben sich Bed\u00fcrfnisse ge\u00e4ndert. Von Anfang an war dem Elternhilfeverein die psychosoziale Betreuung der Familien wichtig. W\u00e4hrend der deren Arbeit ergaben sich immer neue Bet\u00e4tigungsfelder. Neben der Familienbetreuung stellte sich die Notwendigkeit eine Geschwisterbetreuung dar. Sp\u00e4ter kamen dann Trauerwochenenden f\u00fcr verwaiste Familien dazu. Inzwischen gibt es Trauerwochenende extra f\u00fcr Geschwister und seit kurzem auch f\u00fcr jugendliche und junge Erwachsene Geschwister. Statt der urspr\u00fcnglich zwei gibt es jetzt vier Mitarbeiter f\u00fcr psychosozialen Bereich. Einer von ihnen ist Herr Miest. Der ist f\u00fcr die Langzeitnachsorge zust\u00e4ndig. Die vor ca. 30 Jahren und danach an Krebs erkrankten Kinder sind heute erwachsen und leiden teilweise an den Sp\u00e4tfolgen ihrer Behandlungen. H\u00e4ufig k\u00f6nnen diese Sp\u00e4tfolgen nicht gleich der Behandlung zugeordnet werden. Hier hilft Herr Miest. An Krebs erkrankte Kinder haben heute eine Heilungschance von 80 %. Somit wird f\u00fcr die Zukunft die Langzeitnachsorge noch wichtiger. Und dieser zus\u00e4tzliche Bedarf an Personal, aber auch an Platz f\u00fcr vertrauliche Gespr\u00e4che, f\u00fchrt zum Umbau im Elternhaus.<\/p>\n<p>Das Spielzimmer liegt direkt am Verwaltungsbereich und bietet sich aus praktischen Erw\u00e4gungen als Erweiterung des Verwaltungsbereiches an. Das heutige Wohnzimmer wird zum Spielzimmer. Das Zimmer ist gr\u00f6\u00dfer, sehr hell und erh\u00e4lt einen direkten Zugang in den Garten und Spielbereich. Durch die Lage direkt neben der K\u00fcche sind die spielenden Kinder den Eltern n\u00e4her. Zeitgleich wird der Eingangsbereich neugestaltet, heller und wieder mit M\u00f6glichkeiten zum Sitzen und Plaudern. Vor dem Elternhausteam liegt viel Arbeit, die sicher mit einem wundersch\u00f6nen Ergebnis belohnt wird.<\/p>\n<p>Weiter ging die F\u00fchrung in den Kreativraum und den Mehrzweckraum, der mit seiner einer Sonne nachempfunden Deckengestaltung, der Raumgestaltung, dem Licht und er Sicht ins Gr\u00fcne einfach nur sch\u00f6n ist. Der Raum wird von Elternhausteam, den Eltern als Gruppen, zum Treffen einzelner <em>Ehemaliger<\/em>, aber auch von der Klinik f\u00fcr Schulungen genutzt.<\/p>\n<p>Das Haus verf\u00fcgt \u00fcber 31 Betten, aufgeteilt in Einbett- und Zweibettzimmer, sowie zwei kleine Wohnungen. Eine Wohnung konnte das Aktionsteam besichtigten. Wie im ganzen Haus: alles gut durchdacht, warme Farben &#8211; einfach zum Wohlf\u00fchlen. Die W\u00e4nde des oberen Flures zeigen Fotos, aber auch Darstellungsergebnissen von den Trauerwocheneden, aber auch Dankesbekundungen von Eltern und Kindern, gl\u00fcckliche Familien und verwaiste Familien.<\/p>\n<p>Im Jugendraum, der beim Umbau zum Wohnzimmer wird, endet die F\u00fchrung. Bei einem kleinen Imbiss wird \u00fcber das Gesehene und Geh\u00f6rte gesprochen. Herr Gericke wusste noch so viel mehr zu erz\u00e4hlen. Vor dem Aufbruch werfen die Besucherinnen noch ein Blick gem\u00fctliche und zweckm\u00e4\u00dfige K\u00fcche. Gegen 20.30 Uhr begann die R\u00fcckfahrt. Wie nach jedem Elternhausbesuch sind alle bewegt, ger\u00fchrt, dankbar und der Ansicht: wir m\u00fcssen noch viel mehr tun. Mit seinem pers\u00f6nlichen Engagement aufh\u00f6ren m\u00f6chte vom Aktionsteam niemand. Wenn der Umbau fertig ist, besucht das Aktionsteam erneut das Elternhaus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/nordharz.net\/Fotoalbum%20Elternhilfe\/2019%20Besucht%20Elternhaus\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Viele Fotos dieses Elternhausbesuches finden sie in unserem Fotoalbum<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elternhausbesuch &#8211; informativ &#8211; spannend &#8211; bewegend Das Aktionsteam f\u00fcr das Elternhaus G\u00f6ttingen freut sich \u00fcber neue Teammitglieder. Die Neulinge sollen und wollen das Elternhaus kennenlernen. Auch den B\u00e4ckerinnen wird regelm\u00e4\u00dfig die Teilnahme an einem Elternhausbesuch angeboten. 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