{"id":1000,"date":"2017-09-05T12:25:09","date_gmt":"2017-09-05T10:25:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/?p=1000"},"modified":"2017-09-05T12:29:14","modified_gmt":"2017-09-05T10:29:14","slug":"1000-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/1000-2\/","title":{"rendered":"Aktionsteam besucht Elternhaus in G\u00f6ttingen"},"content":{"rendered":"<h4>Auch das Aktionsteam f\u00fcr das Elternhaus G\u00f6ttingen ist von st\u00e4ndigem Wandel betroffen.<\/h4>\n<p>Helferinnen und Helfer m\u00fcssen aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden auf weiteren Einsatz verzichten und andere kommen neu zum Team hinzu. Besonders f\u00fcr die \u201eNeuen\u201c ist es interessant, sich das Elternhaus anzusehen und Informationen hierzu aus erster Hand zu erhalten. Am Dienstag war es soweit, 9 Mitglieder des Aktionsteams machten sich in einem Kleinbus auf den Weg nach G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p>Bei sch\u00f6nstem Sommerwetter angekommen, wurde das Aktionsteam aufs herzlichste von Herrn Germandi, Kassenwart der Stiftung Elternhaus an der Uniklinik G\u00f6ttingen begr\u00fc\u00dft. Im Garten erwartete die G\u00e4ste ein kleiner Imbi\u00df. In gem\u00fctlicher Runde erz\u00e4hlte das Team vom letzten Kinder- und Sommerfest und Herr Germandi dankte nun auch pers\u00f6nlich f\u00fcr die wieder unglaubliche Spendensumme.<\/p>\n<h5>Herr Germandi erz\u00e4hlte von den Anf\u00e4ngen des Elternhauses und das was wegen des Umzugs der Uniklinik aus der Stadt auf die Gr\u00fcne Wiese erforderlich wurde.<\/h5>\n<p>Der Elternhilfeverein hatte in der alten Uniklinik Zimmer f\u00fcr die Eltern der an Krebs erkrankten Kinder eingerichtet, nun fehlte eine solche M\u00f6glichkeit in der Planung der neuen Klinik ganz. Mit der intensiven Unterst\u00fctzung der damaligen Gesundheitsministerin Rita S\u00fc\u00dfmuth und dem nieders\u00e4chsischen Ministerpr\u00e4sidenten Albrecht, einer besonders guten, kreativen Architektin und unglaublich vielen Spendern aus G\u00f6ttingen schaffte es der Verein das Elternhaus im Jahr 1998 einzuweihen. Nur wenige Jahre sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass Appartements und ein Mehrzweckraum dringend erforderlich sind. Mit dem Anbau erhielt das Haus sein heutiges Aussehen.<\/p>\n<h5>Von Anfang an war dem Elternhilfeverein die psychosoziale Betreuung der Familien wichtig und entsprechende Fachkr\u00e4fte wurden eingestellt.<\/h5>\n<p>Die meisten Eltern nehmen dieses Angebot gern an. In den letzten Jahren kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Nachsorge auf der Strecke bleibt. F\u00fcr die Kinder funktioniert das Angebot, junge Menschen ab 18 Jahre werden nicht mehr ber\u00fccksichtigt. Bis zum 18. Lebensjahr fallen regelm\u00e4\u00dfige Kontrolluntersuchungen an. Diese fallen dann weg, weil der junge Mensch nun ja erwachsen ist. Er ist zu alt f\u00fcr das Kinderkrebsprogramm, aber auch zu jung f\u00fcr die Erwachsenenbetreuung. Auf diesem Gebiet gibt es wahnsinnig viel zu tun, einmal f\u00fcr die Krankenkassen und Kliniken, dann aber auch f\u00fcr betreuende Gremien wie das Elternhaus. Hier ist Herr Miest nun speziell f\u00fcr die Nachsorge in allen Bereichen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<h5>Im Elternhaus haben sich Ehrenamtliche zusammengetan, um die Eltern ein wenig zu entlasten und zu verw\u00f6hnen.<\/h5>\n<p>Einmal im Monat bereitet dieses Team am Samstag ein Abendessen zu, einmal im Monat gibt es an einem Sonntag f\u00fcr alle ein leckeres \u201eVerw\u00f6hnfr\u00fchst\u00fcck\u201c. Viele Eltern aus der N\u00e4he kommen nicht in den Kontakt mit der Elternhilfe. Um auch diese Eltern psychosozial unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen, gibt es hier einmal im Monat einen Pizzaabend im Mehrzweckraum der Klinik.<\/p>\n<h5>Aktuell wohnen mehr Eltern von Fr\u00fchchen im Elternhaus.<\/h5>\n<p>F\u00fcr diese Eltern ist die Verweildauer l\u00e4nger, als bei Familien von Krebskindern. Die Krebsbehandlung ist schon so weit fortgeschritten, dass die Kinder meist nur wenige Tage in der Klinik bleiben, dann wieder eine Zeit nach Haus k\u00f6nnen. Das hat zur Folge, dass der Wechsel immer schneller geht und die Reinigungskr\u00e4fte wesentlich mehr zu waschen und putzen haben.<\/p>\n<p>Das Elternhaus finanziert sich durch Kassenbeitr\u00e4ge: pro Person und Nacht 45 \u20ac. Sind Geschwisterkinder im Haus oder beide Elternteile, gibt es keinen h\u00f6heren Zuschuss. Ein weiteres Standbein ist die Stiftung. Bei der aktuellen Zinssituation fallen die Zusch\u00fcsse hier leider geringer aus. Und dann sind da noch die Spenden. Das Elternhaus ben\u00f6tigt f\u00fcr den laufenden Betrieb j\u00e4hrlich ca. 35.000 \u20ac. Dazu kommen die Geh\u00e4lter f\u00fcr die Fachkr\u00e4fte, evtl. Reparaturen, Veranstaltungen f\u00fcr Familien, z.B. Trauerwochenenden, Geschwisterbetreuung u.v.m. Im ersten Halbjahr 2017 sind die Spenden um 1\/3 zur\u00fcckgegangen. Setzt sich dieser Trend fort, muss im kommenden Jahr auf die halbe Zusatzstelle f\u00fcr eine Pflegekraft oder einen Arzt auf der Kinderonkologie verzichtet werden. Diese Kosten k\u00f6nnen dann nicht mehr getragen werden. Umso wichtiger ist es f\u00fcr das Elternhaus, dass es Spendengaranten wie das Aktionsteam aus Goslar gibt.<\/p>\n<h5>Im Anschluss f\u00fchrte Herr Germandi das Team in zwei Gruppen durch das Elternhaus.<\/h5>\n<p>Beginnend mit der gem\u00fctlichen K\u00fcche, mit den K\u00fchlschr\u00e4nken die von der Goslarer Spende angeschafft wurden ging es weiter in das Wohnzimmer. Einige probierten die Sitzm\u00f6bel, auch eine Spende aus Goslar, gleich aus. Das Jungendzimmer wird aktuell in einen Vielzweckraum umger\u00fcstet. Es stellt sich heraus, dass viele B\u00fccher und PC nicht mehr ben\u00f6tigt werden. Die Musikinstrumente bleiben in dem Vielzweckraum, der dann h\u00e4ufiger genutzt werden kann. Der Hauswirtschaftsraum wurde kr\u00e4ftig genutzt.<\/p>\n<h5>Dann ging es in die Seele des Hauses, den Eingangsbereich.<\/h5>\n<p>Hier laden der Billiardtisch und die Tischtennisplatte zur sportlichen Bet\u00e4tigung ein, Sitzm\u00f6bel sind f\u00fcr die Gem\u00fctlichkeit da. Besonders gefiel den Besuchern das Kinderzimmer mit seiner Einrichtung aus Holz und dem vielf\u00e4ltigen Spielzeug. Hier k\u00f6nnen Kinder nach Herzenslust spielen und toben und Krankheit, Schmerzen und Probleme vergessen. Ein Einzelzimmer und ein Appartement wurden besichtigt. Der Bastel- und Werkraum wird in den Sommermonaten weniger genutzt, der Besprechungsraum umso mehr.<\/p>\n<p>Die G\u00e4ste waren begeistert von der W\u00e4rme und Geborgenheit, die einen beim Betreten des Hauses und w\u00e4hrend des Aufenthalts empf\u00e4ngt. Holzverarbeitung und warme Farben bei Einrichtung und Dekor wirken einfach heimelig. Der Au\u00dfenbereich mit dem Sportbereich \u2013 Fallschutzmatten wurden von einer Spende aus Goslar erneuert \u2013 Schaukeln, einer Wackelbr\u00fccke und Rutsche, den vom Sonnensegel gesch\u00fctzten Sandkasten und der Holzschaukel f\u00fcr Erwachsene begeisterte alle.<\/p>\n<h5>Sehr schnell ging die Besuchszeit vorbei.<\/h5>\n<p>Alle waren sehr angetan und froh, sich selbst informiert zu haben. Im Kleinbus waren sich alle einig: wir d\u00fcrfen gar nicht aufh\u00f6ren, wir sollten noch mehr tun. Sinnvoller spenden geht eigentlich nicht mehr!<\/p>\n<p>Karin Kolan \u2013 Leiterin Aktionsteam f\u00fcr das Elternhaus G\u00f6ttingen<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/nordharz.net\/Fotoalbum%20Elternhilfe\/2017%20Elternhausbesuch\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Viele Fotos dieses Elternhausbesuches finden sie in unserem Fotoalbum<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch das Aktionsteam f\u00fcr das Elternhaus G\u00f6ttingen ist von st\u00e4ndigem Wandel betroffen. Helferinnen und Helfer m\u00fcssen aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden auf weiteren Einsatz verzichten und andere kommen neu zum Team hinzu. Besonders f\u00fcr die \u201eNeuen\u201c ist es interessant, sich das Elternhaus anzusehen und Informationen hierzu aus erster Hand zu erhalten. 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