{"id":622,"date":"2016-10-25T14:41:28","date_gmt":"2016-10-25T12:41:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/?page_id=622"},"modified":"2016-10-26T12:03:03","modified_gmt":"2016-10-26T10:03:03","slug":"elternhilfe-fuer-das-krebskranke-kind-goettingen-e-v","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/elternhilfe-fuer-das-krebskranke-kind-goettingen-e-v\/","title":{"rendered":"Elternhilfe"},"content":{"rendered":"<div class=\"one_half\">\n<p>Im Jahr 1985 gr\u00fcndeten betroffene Eltern den Verein Elternhilfe f\u00fcr das krebskranke Kind G\u00f6ttingen e.V. Das vorrangige Ziel war, in der N\u00e4he der onkologischen Kinderstation der Uniklinik G\u00f6ttingen ein Elternhaus zu errichten. Nach z\u00e4hen und langen Verhandlungen durch die Universit\u00e4tsverwaltung und der Zurverf\u00fcgungstellung des passenden Grundst\u00fccks durch die Stadt G\u00f6ttingen war es 1988 endlich soweit: das Elternhaus konnte bezogen werden.<\/p>\n<p>Zur Feierstunde zum zwanzigj\u00e4hrigen Bestehens des Elternhauses war auch Fr. Prof. Dr. Rita S\u00fc\u00dfmuth geladen und hielt eine Festrede. Sie konnte sich noch sehr genau an all die Probleme und Schwierigkeiten erinnern, denen sich der junge Verein stellen musste. Fr. Dr. S\u00fc\u00dfmuth hat sich seinerzeit vehement f\u00fcr die Ziele des Vereins eingesetzt. Besonders hilfreich war ihre Unterst\u00fctzung bei den Krankenkassen, die durch die intensiven Verhandlungen mit Fr. Dr. S\u00fc\u00dfmuth eine Beteiligung an den laufenden Kosten zugesagt hatten. Die Krankenkassen zahlen eine \u00dcbernachtungspauschale f\u00fcr die Eltern \u2013 eine Regelung, mit der auch die Krankenkassen Neuland betraten. Sp\u00e4ter wurde die Regelung bundesweit \u00fcbernommen. Auch heute zahlen die Kassen pro erkranktem Kind einen Pauschbetrag pro \u00dcbernachtung. Dabei ist es unwesentlich, ob nur ein Elternteil oder aber die gesamte Familie im Elternhaus wohnt.<\/p>\n<p>Fr. Dr. S\u00fc\u00dfmuth war besonders davon beeindruckt, dass die Elternhilfe nicht an einem einmal beschlossenem Konzept festh\u00e4lt, sondern sich st\u00e4ndig weiterentwickelt hat und auch weiterhin wirkungsvoll t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>Im Jahre 1997 wurde dann die \u201eStiftung Elternhaus an der Universit\u00e4tskinderklinik G\u00f6ttingen\u201d gegr\u00fcndet. Die Genehmigungsbeh\u00f6rde Braunschweig hat nach einigen Problemen die Genehmigungsurkunde am 17.02.1998 \u00fcbersandt.<\/p>\n<p>Auch im Jahr 1998 wurde der h\u00e4usliche Krankenpflegedienst KIMBU von der Elternhilfe ins Leben gerufen und zu eigenst\u00e4ndigem Wirken gebracht. KIMBU k\u00fcmmert sich um die kleinen Patienten und ihre Eltern in der Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt.<\/p>\n<p>Derzeit beteiligt sich die Elternhilfe an einem landesweiten Netzwerk zur ambulanten Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen. W\u00e4hrend die Universi- t\u00e4tsklinik die \u00e4rztliche Versorgung und KIMBU die pflegerische Versorgung \u00fcbernommen haben, sind die Mitarbeiter des Elternhauses f\u00fcr die psychosoziale Begleitung der Familien zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Wichtig ist auch: dem Vorstand d\u00fcrfen nur betroffene Eltern angeh\u00f6ren. Das ist ein gro\u00dfer Garant daf\u00fcr, dass vom Anspruch, nur zum Wohle Betroffener zu arbeiten, nicht abgegangen wird.<\/p>\n<\/div><div class=\"one_half last\"><strong>Leistungen im Elternhaus, bzw. der Stiftung<\/strong><\/p>\n<p>Die Eltern, Gro\u00dfeltern, Geschwister wohnen w\u00e4hrend der Behandlung der Kinder kostenlos im Elternhaus. Sie werden psychologisch unterst\u00fctzt. Das Haus ist so konzipiert, dass die Eltern der Kinder w\u00e4hrend der Krankheit zumindest f\u00fcr Stunden ein fast normales Leben f\u00fchren k\u00f6nnen. Geschwisterkinder, denen w\u00e4hrend dieser Zeit sehr viel abverlangt wird, werden im Elternhaus bestm\u00f6glich aufgefangen und begleitet. Wird eine Familie durch die Krankheit des Kindes wirtschaftlich vollkommen aus der Bahn geworfen, gibt es durch die Elternhilfe materielle Unterst\u00fctzung in einem festgesetzten Rahmen.<\/p>\n<p>Die Elternhilfe bietet die M\u00f6glichkeit, in einem Ferienhaus in Cuxhaven kosteng\u00fcnstig Urlaub zu machen. Allerdings: besonders betroffene Kinder und ihre Eltern haben immer, auch kurzfristig, Vorrang. Gemeinsame Aktionen wie Wandern, Sommerfest, Weihnachtsfeier aber auch Trauerkreis und die Trauerwochenenden f\u00fcr Geschwister oder die ganzen Familien geh\u00f6ren zum Jahresprogramm.<\/p>\n<p>Einmal im Jahr erscheint der \u201eLichtblick\u201c &#8211; eine Hochglanzzeitschrift der Elternhilfe. In der einen Ausgabe gibt es mehr Berichte von Betroffenen &#8211; und der Leser ist ger\u00fchrt &#8211; traurig &#8211; betroffen &#8211; aber auch dankbar. In der anderen Ausgabe gibt es mehr Informationen zum Wirtschaftlichen, zum Wirken oder zu den Dingen, die anstehen &#8211; und der Leser wei\u00df, wof\u00fcr er helfen soll und kann.<\/p>\n<p>Um den Helfern und Unterst\u00fctzern einen Einblick in das Leben und Wirken des Vereins und der Stiftung zu geben, k\u00f6nnen sie nach Absprache das Elternhaus besuchen und werden durch die Einrichtung gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Hier noch ein paar Gedanken zum zwanzigj\u00e4hrigen Bestehen der Elternhilfe &#8211; von Helga F\u00f6st.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Zwanzig Jahre, lange Zeit,<br \/>\nund doch, nur ein Hauch Ewigkeit.<br \/>\nMenschen kommen, Menschen gehen,<br \/>\nwird man sie je wieder sehen?<br \/>\nUnd wenn ja, wie geht es ihnen,<br \/>\nsind von der Sonne sie beschienen?<br \/>\n0der stehen sie im Schatten,<br \/>\nsuchen nach dem Leben, das sie fr\u00fcher einmal hatten?<br \/>\nManche sieht man gar nicht mehr,<br \/>\ndas auszuhalten, ist sehr schwer.<br \/>\nWas wird sein in noch mal zwanzig Jahren,<br \/>\nwerden wir das noch erfahren?<br \/>\nWird dieses Haus noch immer sein,<br \/>\nkommen Menschen, gehen heim?<br \/>\nWerden Spenden dann noch flie\u00dfen,<br \/>\ndie dies Haus einst wachsen lie\u00dfen?<br \/>\nKeiner wei\u00df das jetzt vorher,<br \/>\ndoch wir alle hoffen sehr!<\/em><\/p>\n<\/div><div class=\"clear\"><\/div>\n<p><span class=\"xr_tl xr_s8\"><span class=\"xr_s8\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-622","page","type-page","status-publish",""],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=622"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":683,"href":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/622\/revisions\/683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nordharz.net\/elternhilfewp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}